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Wenn Weihnachten nur noch Druck macht

  • 22. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Vielleicht kennst du diesen Moment: Du schmückst hingebungsvoll den Baum, du planst das Weihnachtsessen von drei Tagen, du jonglierst alle Termine der Vorweihnachtszeit – und gleichzeitig fragst du dich, warum dieses Fest, das Wärme verspricht, sich jedes Jahr wie ein Marathon mit Glitzerüberzug anfühlt.


Es ist nicht der Baum.

Nicht das Essen.

Nicht der Besuch.


Es ist dieser leise innere Chor:

„Mach’s schön für alle.“

„Reiß dich zusammen.“

„Zeig festlich gute Laune.“


Und du funktionierst. Natürlich funktionierst du.

Bis du irgendwann merkst, dass du zwar für alle da warst – nur nicht für dich.

Das ist der übliche Stress in der Weihnachtszeit. Nicht wahr? Die üblichen überhöhten Ansprüche an dich selbst und das perfekte Fest.


Das unsichtbare Weihnachts-Drama: Innerer Stress in der Weihnachtszeit

Von außen wirkt Weihnachten oft harmlos: Kerzen, Plätzchen, „Stille Nacht“.

Aber innen drin herrscht ein anderes Land.

Ein Land aus kleinen Konflikten, alten Rollen und Erwartungen, die sich nie wirklich ändern.


Du willst Harmonie, aber nicht um den Preis deiner Energie.

Du willst Nähe, aber nicht, wenn sie dich überflutet.

Du willst ein schönes Fest, aber nicht dieses Gefühl, dass du wieder die Einzige bist, die versucht, alle warm und zufrieden zu halten.


Es ist wie jedes Jahr ein Film, in dem du die Hauptrolle spielst, obwohl du dich längst nach einer Nebenrolle sehnst.


Warum du nicht falsch bist, nur weil du anders willst

Vielleicht denkst du manchmal: „Alle anderen schaffen das doch auch. Was stimmt nicht mit mir?“

Die Wahrheit ist: Mit dir stimmt alles.


Aber wenn du überlegst, Grenzen zu setzen, kann das alte innere Muster aus Familie und früh­erer Verletzung wieder hochkommen. Emotionale Trigger wie Schuld, Angst vor Konflikten oder Ablehnung sind normal – und sie sind real. In einem sehr einfühlsamen Artikel erklärt Psychologin Sharon Martin, warum das Setzen von Grenzen in der Familie so herausfordernd sein kann – und was helfen kann. Vielleicht ein kurzfristiges Helferlein für die Feiertage?


Du bist nicht empfindlich.

Du bist nicht schwierig.

Du bist einfach wach genug, um zu spüren, wenn etwas dich überrollt.

Und dieses Spüren macht dich nicht schwach. Es macht dich authentisch.


Grenzen setzen an Feiertagen – ohne Drama, ohne Schuld

Vielleicht ist es an der Zeit, dass Weihnachten nicht mehr über dich hinwegrollt wie ein Rentierschlitten ohne Bremse.

Grenzen sind kein Angriff.

Sie sind ein ein Satz wie:

„Ich komme später.“

„Ich bleibe nicht so lange.“

„Ich mache dieses Jahr weniger.“


Das sind keine Katastrophen.

Das sind Rettungsboote.

Du musst nicht alles mitmachen.

Du musst nicht alle retten.

Du musst nicht die Stimmung tragen wie ein 20-Kilo-Weihnachtsbaum.

Es reicht, wenn du dich trägst.


Weihnachten ohne Druck: Wie du die Feiertage erlebst, ohne dich selbst zu verlieren

Stell dir vor, dieses Jahr läuft anders.

Nicht radikal. Nur ehrlicher.


Du lässt weg, was dich erschöpft.

Du behältst, was dir gut tut.

Du planst nicht für die perfekte Stimmung, sondern für deinen inneren Frieden.


Vielleicht bedeutet das:

– weniger Menschen, mehr Ruhe

– weniger Termine, mehr Raum für dich

– weniger Tradition, mehr Gegenwart (jedenfalls ohne Zwang)

– weniger „so macht man das“, mehr „so brauche ich es“


Und auf einmal spürst du: Weihnachten macht Spaß, wenn du nicht gegen dich selbst kämpfst.

Wenn du das Drama in den Köpfen entlarvst – dein eigenes und das der anderen und still beschließt: Dieses Jahr werde ich tun, was mir Spaß macht.


Weihnachten nach deinen Regeln

Wenn dieses Fest sich seit Jahren schwer anfühlt, nimm das ernst.

Nicht aus Trotz, sondern aus Fürsorge für dich selbst.

Du darfst ruhig kleiner feiern.

Du darfst Prioritäten verschieben.

Du darfst einen neuen Ton setzen – freundlich, aber klar.


Meine Einladung an dich:

Gestalte dieses Jahr „Weihnachten nach meinen Regeln“.

So ruhig wie du willst. So echt wie du brauchst.

Und für den Austausch mit anderen Frauen bei einer Tasse Tee melde dich gern zum kostenlosen Tea Talk an:


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