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Weihnachtsmarkt: Typische Symptome der Wechseljahre leichter überstehen

  • 16. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Du stehst auf dem Weihnachtsmarkt. Deine Freundin erzählt gerade etwas über Zimtsterne, während du innerlich eine ganz andere Schlacht schlägst: Die Jacke wird zu warm, dein Herz schlägt schneller, die Luft fühlt sich dicker an. Und du fragst dich: Bin ich die Einzige, die hier schmilzt wie eine vergessene Kerze in der Adventszeit?


Nein. Bist du nicht. Das, was sich anfühlt wie eine kleine Rebellion deines Körpers, hat Namen. Und leider auch Timing. Drei davon sorgen gerade im Winter für Turbulenzen: Hitzewallungen, Schlafstörungen und dieses feine, aber hartnäckige Panik- oder Angstgefühl, das sich an manchen Tagen in den Mantelärmel krallt.

Es ist der Mix aus Vorweihnachtsdruck, Terminschichtungen und den typischen Symptomen der Wechseljahre, der dir manchmal das Gefühl gibt, dass dein Nervensystem auf einem eigenen Weihnachtskarussell fährt.


Wenn die Nacht dich im Stich lässt: Schlafstörungen im Winter

Es gibt Nächte, die wirken, als hätte jemand die Ruhe aus deinem Kopf gelöscht. Du drehst dich, deckst dich zu, deckst dich ab, atmest tief, fluchst lautstark.

Alle reden von „Besinnlichkeit“, aber wenn du um drei Uhr morgens wach liegst und die Gedanken sich stauen wie Autos vorm Weihnachtseinkauf, dann fühlt sich der Winter eher nach Beton an.


Viele Frauen erzählen mir, dass die Dunkelheit das Ganze verstärkt. Kürzere Tage, längere Abende, mehr Grübeln. Dazu gesellt sich die Sorge, den nächsten Tag wieder nur mit Akkus auf halb leer zu leben. Ein perfekter Nährboden für das, was gerne unter den Teppich fällt, nämlich die Verbindung zwischen den Wechseljahren und innerer Unruhe.


Hormonelle Schwankungen bringen das Schlafmuster durcheinander: Einschlafprobleme, nächtliches Aufwachen oder verkürzte Tiefschlafphasen sind keine Seltenheit. Laut DAK-Gesundheit kann eine konsequente Schlafhygiene entscheidend helfen: Ein gleichbleibender Rhythmus beim Zubettgehen und Aufstehen, ein ruhiges, gut temperiertes Schlafzimmer und ein Verzicht auf Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend wirken oft Wunder.


Hitzewallungen, die dich mitten im Dezember aus den Schuhen pusten

Wärme von innen kann schön sein. Aber nicht, wenn sie plötzlich kommt, sich wie eine Welle über deinen Körper legt und dir das Gefühl gibt, du wärst die einzig dampfende Person in einem Meer aus dick eingepackten Menschen.

Da stehst du also. Mittendrin.

Du ziehst den Schal aus, suchst nach kalter Luft, hoffst, dass niemand merkt, wie du glühst.


Viele Frauen sprechen nicht darüber, weil es „nicht der richtige Ort“ ist. Als wäre es peinlich, wenn der Körper sich meldet. Aber hier ist die Wahrheit: Diese körperlichen Signale sind kein Chaos. Sie sind Übergang und auch Regulation. Sie sind Widerstand in Würde gegen Chaos, nur fühlt sich Würde manchmal heißer an, als einem lieb ist.


Das feine Zittern im Brustkorb: Angstgefühle im Winter

Das Angstgefühl kommt oft leise. Es setzt sich auf den Brustkorb, manchmal in den Bauch, manchmal hinter die Rippen.

Und während alle um dich herum fröhlich wirken, stellt dein System Fragen wie: Bin ich noch ich? Warum fühle ich mich so angespannt? Warum jetzt?


Wenn du spürst, dass die dunkle Jahreszeit deine innere Grundspannung verstärkt, bist du damit nicht allein. Viele Frauen erleben im Winter eine Mischung aus Nervosität, Müdigkeit und emotionaler Schwere. Lichtmangel macht das Nervensystem träge, drückt die Stimmung und macht den Körper empfänglicher für Ängste oder Wintertiefs.


Viele Frauen erleben diese „Winterverschärfung“, nicht selten im Zusammenspiel von Wechseljahren und Winterdepression. Es hat nichts mit emotionaler Schwäche zu tun. Es ist Biochemie. Hormone, die sich neu sortieren. Nervensysteme, die schneller anspringen. Und mitten darin eben du: eine Frau, die versucht, zwischen Alltagspflichten, Selbstanspruch und körperlichen Veränderungen nicht die Fassung zu verlieren.


Der innere Konflikt: funktionieren müssen, während der Körper rebelliert

Und hier liegt das eigentliche Dilemma:

Du willst zuverlässig sein.

Du willst genießen.

Du willst einfach nur „normal“ reagieren.

Aber du kämpfst gegen den Druck, auf Knopfdruck festlich zu wirken.

Gegen den Anspruch, dass du bitte funktionieren sollst.

Gegen eine Welt, die dir sagt: „Mach’s dir gemütlich“, während dein Körper andere Pläne hat.


Das ist der Moment, in dem deine stille Rebellion beginnt. Nicht laut, nicht dramatisch, sondern in Form von Klarheit: Ich darf spüren, was ich spüre. Und ich darf Wege suchen, damit es leichter wird. Egal, was andere davon halten.


Was dir hilft, wenn alles gleichzeitig tobt

Meine Schnell-Tipps für Chaos-Zeiten:

– Mini-Pausen: nach draußen gehen, auch nur für 2 Minuten

– Wärme-Schichten statt dicker Mantel (leicht ausziehbar = leicht atmen)

– Abende in Ruhe, ohne Termine

– Ein kurzer Body-Scan statt Perfektionsanspruch (Der sog. "Body Scan" hilft, sich bewusst mit dem eigenen Körper zu verbinden und durch das achtsame Wahrnehmen innere Ruhe zu fördern.)

– Und ja: Humor. Selbstironische Sätze wie „Mein Körper macht Winter-Sauna, ich mach einfach mit“ retten manchmal mehr als jede Strategie.


Wenn du wissen willst, wie man innere Stabilität wiederfindet

Wenn du merkst, dass du dir einen sicheren Ort für Austausch wünschst, ohne Esoterik, ohne Druck: In meinem Tea Talk sprechen wir über genau diese Übergänge — ehrlich, ruhig, bodenständig. Und du gehst mit einer kleinen Praxis nach Hause, die dich durch die nächsten Wintertage trägt.



 
 
 

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