Was bleibt, wenn Du mutig für dich alleine gehst
- 21. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt Wege, die gehst Du nicht zu zweit. Nicht zu dritt. Und manchmal nicht mal mit einer Hand, die dich hält. Es sind die Strecken, vor denen wir am meisten zurückschrecken — und genau die, die am nötigsten sind.
Ich habe sie auch gehabt, diese Situationen. Wo Du dich von bestimmten sozialen Gruppen löst, von alten Freunden, von Erwartungen. Und plötzlich stehst Du da, nur mit dir und Stille um dich herum.
Allein und mutig ist keine Strafe — es ist eine Entscheidung
In einer Welt, die Social Media Gemeinschaft (und traditionelle Lebensweisen inklusive Ehegelübde) feiert, fühlt es sich fast wie Rebellion an, bewusst alleine zu gehen. Vor allem, wenn Du introvertiert bist und es ohnehin genießt, mal nicht unter Leuten zu sein.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Einsamkeit und bewusster Allein-Zeit.
Der eine frisst dich auf, der andere macht dich wach. Und genau hier liegt die Kraft: Mutig sein als introvertierter Mensch heißt nicht, sich auf ein Festival zu stellen und Fremde anzutanzen, sondern den Mut zu haben, einen Raum zu verlassen, der dir nicht guttut.
Wenn keiner klatscht, hörst Du endlich dich selbst
Es ist ungewohnt, wenn niemand deine Entscheidung absegnet. Wenn keiner sagt „Ja, mach das!“ oder „Ich komm mit!“. Aber genau dann lernst Du, deine eigene Stimme wieder zu hören.
Und die klingt anders, als Du denkst. Nicht immer laut. Nicht immer sicher. Manchmal ein zaghaftes „Vielleicht…“, manchmal ein klares „Jetzt reicht’s!“.
Alleine und mutig zu sein bedeutet, dich auszuhalten. Mit deinen Zweifeln oder deinen komischen Gedanken. Mit deinen guten Ideen, die Du sonst wegmoderierst, weil sie „zu viel“ oder „zu schräg“ sind. Hör’ einmal hin und schreib sie dir auf. Sie sind wichtig, weil sie dich so wie Du bist repräsentieren.
Was bleibt? Mehr als Du glaubst.
Wenn Du für dich alleine gehst, bleibt erstmal Leere.
Die WhatsApp- und Facebook-Gruppen verstummen.
Die Yogagruppen und Retreatwochenenden machen auch eine Pause.
Die Erwartungen fallen weg.
Die Verabredungen für Dinge, auf die Du nie Bock hattest, erledigen sich von selbst.
Und dann?
Füllst Du diese Stille neu. Mit dem, was dich wirklich trägt. Mit deinen Themen (bei mir z.B. diverse Unverträglichkeiten, die ich immer versucht habe wegzuignorieren), deinen Hobbys, deinen Rhythmen. Mit Menschen, die bleiben, weil Du sie dir aussuchst. Was unglaublich guttut.
Mut als introvertierter Mensch ist leise. Aber unfassbar kraftvoll.
Fazit: Geh für dich. Nur für dich. Nicht für Bestätigung.
Wenn Du spürst, dass Du genau da gerade stehst — zwischen bleiben und mutig alleine weitergehen — dann vertrau dir. Es lohnt sich.
Lust, das in deinem Tempo zu lernen?
In meinem Coaching-Raum findest Du Platz für genau diese leisen Schritte.
Für klare Gedanken, Zweifel und den Mut, den Du längst in dir hast. Lass ihn uns zusammen finden.
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