Leise Selbstwert-Booster für den Alltag
- 27. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit

Neulich stand ich an der Supermarktkasse. Vor mir eine Frau mit vollem Einkaufswagen, hinter mir eine Frau mit zwei Karton Milch. Ich? Ein Paket Toast und das ungute Gefühl, zu viel Raum einzunehmen, obwohl ich keinen Ton gesagt hatte. Und meinen Toast in die Lücke zwischen den Sachen der beiden Damen schob.
Introvertiert zu sein bedeutet nicht automatisch, schüchtern zu sein. Es bedeutet oft, dass der eigene Radar für Zwischentöne extrem fein eingestellt ist. Für Blicke. Für unausgesprochene Erwartungen. Für Situationen, in denen andere gar nichts bemerken — wir aber innerlich schon drei Dialoge geführt haben.
Warum gerade jetzt? Mental Health Awareness Month
Der Mai ist Mental Health Awareness Month. Ein guter Zeitpunkt, um mal nicht nur über Depressionen und Stress zu sprechen, sondern auch über die leisen, unscheinbaren Dinge, die uns im Alltag Kraft kosten — oder unsichtbar stärken können. Besonders, wenn man den Trubel der Welt lieber aus der zweiten Reihe betrachtet.
Mentale Gesundheit bedeutet nicht nur „funktionieren“. Es heißt, sich selbst nicht dauernd zu überfordern, den inneren Kritiker ab und zu mal auf stumm zu schalten und kleine Rituale für sich zu finden, die die eigene Selbstakzeptanz stützen.
Selbstwert als introvertierter Mensch: Es sind die kleinen Dinge
Du brauchst keine Motivationsposter mit halbnackten Surfern bei Sonnenuntergang (wer hat sowas auch noch) oder Collagen mit Affirmationssprüchen auf dem Smartphone. Der Selbstwert eines introvertierten Menschen wächst oft leise. Beim Nein-Sagen zu einem Zoom-Call, den Du eh nur stumm und schwarz gestellt hättest. Beim Spaziergang ohne Podcast im Ohr, einfach nur, um deine eigenen Gedanken mal wieder atmen zu lassen.
Oder beim bewussten „Heute mach ich Feierabend, auch wenn noch drei Mails unbeantwortet sind.“
Das sind keine faulen Ausreden, das ist innerliche Stärke für introvertierte Menschen im Alltag. Es geht nicht um Riesenschritte. Es geht um klitzekleine Bewegungen, die nur Du spürst. Ein inneres Nicken. Ein tiefes Ein- und Ausatmen, während der Rest der Welt noch rennt.
Leise Booster, die wirklich funktionieren
Hier ein paar meiner persönlichen Lieblinge:
Der stille Heldinnen-Moment: Du hast dich getraut, deine Meinung zu sagen – und wenn’s nur im Familien-Chat war.
Das Unsichtbarkeits-Cape ablegen: Heute zeigst Du dich. Mit einem Satz in der Teamsitzung. Oder mit dem ehrlichen „Ich brauch da noch Bedenkzeit.“ gegenüber dem Kollegen.
Self-Care ohne Instagram-Filter: Lieblingsserie, Decke, Handy aus. Punkt.
So stärkst Du deinen Selbstwert im Alltag, ohne dass Du dafür einen eigenen Podcast starten oder eine Dankbarkeitsliste in Schönschrift führen musst.
Fazit: Dein Alltag, deine Bühne
Du brauchst keine Bühne, um zu wachsen. Du brauchst Gelegenheiten, in denen Du dich selbst spürst. Wo Du dir erlaubst, gut zu dir zu sein, ohne dass jemand Zustimmung dafür klatscht. Mentale Gesundheit ist nichts Lautes. Sie passiert in den Zwischenräumen. Im Mai. Und an jedem anderen Tag.
Lust, mehr solcher leisen, echten Strategien für dich zu entdecken? Dann schnapp dir eine 1:1-Session mit mir. Ohne Schnickschnack, aber mit Tiefgang. Ich freu mich auf dich.




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