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Ich lasse mich nicht mehr kleinreden – auch nicht von mir selbst.

  • 3. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Jan.


Vielleicht hast du dir für dieses Jahr etwas vorgenommen, das mehr ist als ein Vorsatz.

Vielleicht nur ein Gefühl: Ich will mich nicht mehr verstecken.

Und vielleicht spürst du heute – zum Anfang des neuen Jahres – schon den leisen Widerstand in dir, der dich zurück in alte Muster ziehen will.


Wenn die innere Stimme abwertet, bevor du überhaupt begonnen hast

Es beginnt oft in einem unscheinbaren Moment. Du sitzt da, eigentlich bereit, etwas Neues zu versuchen. Ein anderer Job, Sport, eine neue Grenze. Ein Satz, den du schon lange sagen willst.

Und dann kommt sie.

Diese Stimme, die schneller ist als jeder Mut.

Sie zischt: „Lass es. Du glaubst doch selbst nicht, dass das klappt.“


Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wie ein kleiner Schlag in den Magen, der dich zurück in die alte Spur schickt. Der dich sofort schmaler macht, vorsichtiger. Der dir erzählt, du solltest dankbar sein für das, was du hast, und nicht auffällig werden.


Es ist erstaunlich, wie routiniert diese Stimme arbeitet. Fast zuverlässig. Als wäre ihre Aufgabe, dich vor Veränderungen zu schützen, indem sie dich klein hält. Und ehrlich? Wir haben sie so lange reden lassen, dass sie inzwischen tatsächlich glaubt, sie sei die Autorität im Raum.


Der härteste Widerstand kommt oft von innen

„Wir alle tragen unterschiedliche Seiten in uns. Mal sind wir gelassen und zugewandt, dann wieder unsicher, wütend oder erschöpft. Diese innere Vielfalt gehört zum Menschsein dazu […] Gerade in Zeiten von Belastung oder Veränderung können uns diese unterschiedlichen inneren Stimmen verunsichern oder aus dem Gleichgewicht bringen.“

Viele Frauen kämpfen gegen äußere Erwartungen – die Chefin, die Familie, das System. Aber das Überraschende ist: Der heftigste Widerstand kommt oft aus dem eigenen Kopf.

Wenn du spürst, dass du dich wieder in die Rolle der „Kümmererin“ drängen lässt, ist nicht immer jemand von außen schuld. Oft ist es die alte, eingeübte Selbstabwertung, die flüstert: „Reiß dich zusammen. Andere brauchen dich.“

Hier liegt der Kern:

Was wir als Realität empfinden, ist häufig nur der innerste Kommentar. Nicht die Wahrheit. Nur eine alte Gewohnheit.

Und genau hier wird mentale Selbstverteidigung zu einer leisen, aber entschlossenen Form der Rebellion.


Denn hinter Selbstabwertung steckt selten Schwäche.

Viel öfter steckt dort ein Mechanismus, der uns früher einmal geschützt hat, z.B. vor Kritik, vor Blamage, vor Enttäuschungen. Doch heute sabotiert er uns. Er hält uns klein. Er verhindert, dass wir den Raum einnehmen, der längst uns gehört.

Deshalb ist es so wichtig zu verstehen, was hinter Selbstabwertung steckt und warum du sie nicht mehr kritiklos durchgehen lassen solltest.


Wie du deinen inneren Ton änderst

Mentale Selbstverteidigung beginnt nicht damit, gegen dich selbst zu kämpfen.

Sie beginnt damit, aufzuwachen und dir klarzumachen, dass dein innerer Kommentar eben nicht die wandelnde Weisheitsweise ist.

Ein paar Schritte, die sofort Wirkung zeigen:


1. Stoppe den Autopiloten

Wenn die alte Stimme wieder loslegt, sag innerlich: „Nicht heute.“

Damit unterbrichst du das Muster.

Letztendlich baust du dir so Stück für Stück die Fähigkeit auf, den inneren Kritiker zu stoppen – ohne Drama, ohne Kampf, einfach durch Wahrnehmung.


2. Gib der Stimme ein Gesicht

Stell dir vor, sie wäre die eine übervorsichtige Tante, die es eigentlich „gut meint“.

Plötzlich verliert sie Macht.

Du erkennst: Sie weist keine Richtung, sie bremst nur.


3. Setze Grenzen – auch nach innen

Viele Frauen lernen Grenzen setzen nur im Außen.

Doch der entscheidende Shift passiert, wenn du anfängst, klare innere Grenzen zu etablieren:

„Bis hierhin und nicht weiter. Das ist mein Leben, nicht mein Angstarchiv.“


Das ist Grenzen setzen und Selbstfürsorge in ihrer ehrlichsten Form.


4. Sprich in deinem eigenen Ton

Mentale Selbstverteidigung bedeutet, die Erzählung zu wechseln.

Weg vom alten „Du schaffst das nicht“ hin zum nüchternen, ruhigen:

„Ich probiere es aus. Punkt.“


Das ist die Energie der stillen Rebellion: kontrolliert, würdevoll, ohne Applaus.


Kleine Lösung, großer Effekt – 1:1-Begleitung

Und wenn du merkst, dass deine innere Stimme dich systematisch blockiert, in einer 1:1-Session finden wir heraus, welche Muster dich bremsen – und wie du sie sofort entwaffnest.

Kurz, klar, ohne Umwege. Schau gern hier vorbei:



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